Von Träumen, Sackgassen, Umwegen und Lebenswegen: Wie ich wurde, was ich bin

Im Laufe meines Lebens hat sich mein Bewusstsein, was Krankheit, Gesundheit und Wohlbefinden angeht, ziemlich gewandelt.

Ich fand den menschlichen Körper schon in der Schule im Biounterricht ziemlich beeindruckend. Es ist bemerkenswert wie alles aufgebaut ist, und dass alles ineinander übergreift, wie bei einem gut geölten Uhrwerk. Ein absolutes Wunderwerk.

Als Kind, Jugendliche und junge Erwachsene war ich oft krank. Ich habe fast jede Kinderkrankheit durchgemacht und auch bei sämtlichen Infekten immer Hallo geschrien. Ob es wohl daran lag, dass ich bereits als „Mangelgeburt“ meinen Weg in die Welt nahm? So steht es tatsächlich im Mutterpass meiner Mutter. Mangelgeburt....nicht sehr schmeichelhaft.

Wie üblich ging meine Mutter mit mir zum Arzt, und ich habe so ziemlich alles bekommen, was die Schulmedizin zu bieten hatte. Ich war dennoch schon immer begeistert von allem ursprünglichen und natürlichem wie zum Beispiel die Pflanzenheilkunde. Und mein Interesse für die Abläufe im eigenen Körper und seinen Bedürfnissen stieg mit dem Einsetzen der Menstruation bzw. wie der weibliche Körper während des Zyklus so tickt.

Nach dem Abi folgte die Ausbildung in der Klinik zur Krankenschwester, auch da war ich noch sehr geprägt von der Schulmedizin. Ein erstes Innehalten kam dann mit der Geburt des ersten Kindes. Mir war es wichtig, dass meine Kinder anders behandelt werden, als ich in meiner Kinderzeit. Ich suchte nach Alternativen und begann mich zu informieren und nach einem Kinderarzt zu suchen, der beides anbot – Schulmedizin und Alternativmedizin.

Es dauerte nicht lange, bis der Wunsch in mir aufkam, mein Interesse am menschlichen Körper und alternativen, natürlichen Behandlungsmethoden zu verbinden und eine Ausbildung zur Heilpraktikerin zu machen. Bis ich diese Idee umsetzen konnte, sollten aber noch ein paar Jahre vergehen.

Mein ursprünglicher Plan Kunsttherapie zu studieren, weswegen ich überhaupt erst die Ausbildung zur Krankenschwester gemacht hatte, war durch das Leben durchkreuzt worden.

Durch langwierige Erkrankungen im Erwachsenenalter und durch die Schwangerschaften änderte sich langsam, aber stetig mein Bewusstsein, unter anderem zum Beispiel auch was die Ernährung anging.

Seit früher Jugend begleitete mich schon der Wunsch nach Natürlichkeit und Ursprünglichkeit bis heute.

Die Ausbildung zur Heilpraktikerin absolvierte ich mit 2 Kindern, eine harte Zeit.

Aus- und Weiterbildungen im naturheilkundlichen Bereich schlossen sich an.

Zuletzt konnte ich dann doch noch ein Stück weit die Kunsttherapie in meinen Beruf integrieren, gut für meinen inneren Frieden.

Im Laufe der Zeit wurde mir auch immer klarer, dass wir mit der Natur verbunden sind. Wir sind Rhythmen und Gesetzmäßigkeiten unterworfen wie jedes andere Lebewesen. Wir Menschen neigen nur dazu uns davon abgespalten zu sehen, aber das funktioniert nicht, sondern bringt nur Disharmonie und Dysbalance für Gesundheit und Leben.

Mich interessiert was hinter Krankheitssymptomen steckt. Was hat dazu geführt? Was ist die eigentliche Wurzel. Es gibt ein schönes stimmiges Zitat von Hippokrates dazu. Es lautet: Wenn du krank bist, versuche zuallererst herauszufinden, was du getan hast, um es zu werden.

Alles was ich in meiner Praxis anbiete habe ich selbst ausprobiert und habe mich so von dessen Nutzen und Wertigkeit überzeugt.

 

Was finde ich spannend an alternativen Behandlungsmethoden und der Naturheilkunde? Ein paar Beispiele:

Mich fasziniert, dass Pflanzen z.B. ausgleichend wirken in beide Richtungen egal ob es von irgendwas zu viel oder zu wenig ist.

Es gibt Wissen, das schon sehr alt ist.

Es ist möglich, damit an die Wurzel von Krankheiten zu kommen und dort etwas zu bewirken oder zu lindern oder im Idealfall sogar zu heilen soweit noch möglich.

Nochmal ein schönes Zitat von Hippokrates: Wer in der Heilkunst das Vergangene nicht ehrt und immer nur nach Neuem sucht, der täuscht sich und andere.

 

Ich würde mir wünschen, dass Schulmedizin und Naturheilkunde viel mehr Hand in Hand gehen, zum Wohl des Patienten.