Krankheit und Beschwerden als Chance?

Was steckt hinter Krankheiten? Unser Körper möchte uns etwas mitteilen. Hörst du ihm zu?

Es gibt den schönen Spruch von Ulrich Schaffer: "Geh du vor", sagte die Seele zum Körper, "auf mich hört er nicht, vielleicht hört er auf dich". "Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für dich haben", sagt der Körper zur Seele.

 

Krankheit als Krise, die die Chance auf Umdenken und Neuausrichtung bietet.

Aber wer fragt sich, wenn er krank ist, was der Auslöser, die Ursache sein könnte? Ist es nicht eher so, dass es lästig ist und die Symptome schnell wieder verschwinden sollen? So behandeln auch viele Ärzte, bei denen man stundenlang im Wartezimmer sitzt, und die dann in den 5 min, in denen man sie sieht, Medikamente gegen die Symptome verordnen, die dann bei regelmäßiger Einnahme neue Symptome in Form von Nebenwirkungen hervorbringen. Im alten China wurden die Ärzte übrigens dafür bezahlt ihre Patienten gesund zu erhalten, wurden sie krank, hatte der Arzt versagt. Hier war der Focus auf Prävention und Prophylaxe gerichtet.

 

Noch immer gibt es genug Menschen, die, wenn sie krank sind, erwarten, dass sie eine Pille, Tablette, Spritze, Saft oder Zäpfchen etc. dagegen bekommen, damit sie weiter leben können wie zuvor.

Innehalten, hinschauen und sich neu ausrichten sind aber wesentliche Anteile der Gesundung oder sollten es zumindest sein.

Ansonsten ist es, als würde man versuchen, ein großes Feuer mit einem Eimer Wasser zu löschen.

Ein Umdenken ist gefragt und notwendig. Klar, wir haben Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte, die Krankenversorgung ist sicher besser als in anderen Ländern hier bei uns in Deutschland, was auch gut ist. Trotzdem haben wir jede Menge chronisch kranker Menschen. Kinder leiden schon unter Erkrankungen körperlicher und seelischer Natur, die zu früheren Zeiten "erst" im Erwachsenenalter auftraten.

Auch da steckt insgesamt dahinter, dass nicht wirklich nach Ursachen und Wurzeln von Beschwerden geschaut wird.

 

Krankheit ist eine Dysbalance, wir sind aus unserem Gleichgewicht gebracht und diese Dysbalance beginnt im seelischen Bereich. Die Seele sollte nicht vernachlässigt werden, regelmäßiges "aufräumen" und "ausmisten" ist vonnöten. Es ist nicht selten, dass sich dort Dinge angesammelt haben, die noch von Generationen vor uns stammen. Schließlich vererbt man mit den Genen nicht nur körperliche Merkmale, sondern auch Erfahrungen. Diese seelische Aufräumarbeit oder auch Schattenarbeit sollte frei von Angst sein. Im Schatten oder im Dunklen verbleibend, kann sie uns erstmal mehr Angst machen, doch alles was ans Licht kommt, kann seinen Schrecken verlieren.

 

Schlechte Gefühle, die da schlummern, sind zwar nicht schön, aber dürfen ausgehalten und beobachtet werden wie ein Schiff, das auf dem Wasser vorbeifährt und je nach Größe und Gewicht mehr oder weniger Wellen verursacht. Das Wasser beruhigt sich allerdings nach einer Weile, wenn das Schiff vorbei ist. Genauso ist es mit den Gefühlen, wenn man nicht versucht sie wegzudrücken oder dagegen anzukämpfen, ebenso wie bei den Wellen, die wieder von alleine zur Ruhe kommen.

 

Wie kann seelische Aufräumarbeit funktionieren?

So banal es klingt, aber kreatives Schaffen wie Malen, Zeichnen, Schreiben, Dichten, Tanzen....bringt uns mit unserer Seele in Verbindung, ist heilsam, regulierend und ordnend für unser Innenleben, was sich dann wiederum auf körperlicher Ebene spiegeln kann.

 

Abzugrenzen sind psychische Erkrankungen, die in die Hände von Fachpersonal gehören. Es ist jedoch nicht selten, dass in diese Fachbereiche oder Kliniken bereits Methoden wie Kunst-, Kreativ-, Musik- oder Tanztherapie integriert sind.