Den Körper heilen, die Seele berühren: Die Bedeutung von Massagen für die Gesundheit

Berührungen sind wichtig für uns Menschen. Wir sind Gemeinschaftswesen. Unser Leben startet im Idealfall bereits mit der liebevollen Berührung der Mutter direkt nach der Geburt.

Und setzt sich während unserer Kindheit fort, zum Beispiel durch die kühle Hand auf der fieberheißen Stirn, die tröstende Hand, die uns versorgt nach einem Sturz mit dem Fahrrad, die Hand, die uns übers Haar streicht und uns hält, wenn wir weinen.

Ohne Berührung geht gar nichts. Berührung bedeutet Zuwendung, Zuneigung, Trost, Halt, Geborgenheit und Liebe.

 

So ist es also nicht verwunderlich, dass Massagen zu den ältesten Heilverfahren zählen, die wir kennen. Berührung ist heilsam in vielerlei Hinsicht.

Zum einen wie oben bereits erwähnt bedeutet sie Zuwendung, Kümmern, Gehalten werden und wird mit Liebe und Geborgenheit in Verbindung gebracht. Zum anderen hat sie Wirkungen auf unseren Körper bis in die letzte Zelle hinein.

Durch das Bearbeiten der Muskulatur mit den verschiedensten Massagegriffen wie z.B. Kneten wird die Durchblutung gefördert und der Lymphfluss, was zur Reinigung beiträgt. Stoffwechselschlacken können abtransportiert werden und der Stoffaustausch im Gewebe wird angeregt, die Muskulatur gelockert.

 

Stress, ungünstige Ernährung oder Umweltgifte sind Herausforderungen für unseren Organismus. Der ph-Wert in unserem Blut muss konstant in einem bestimmten kleinen begrenzten neutralen Bereich bleiben, was wichtig ist für die Aufrechterhaltung sämtlicher Körperfunktionen. Ansonsten drohen lebensbedrohliche Zustände. Daher hat unser perfekt funktionierendes Wunderwerk Körper Mechanismen, damit dies gewährleistet ist. Stoffe, die den ph-Wert bedrohen, werden umgebaut und/oder ausgeschieden. Sind es allerdings so viele, dass der Körper damit nicht mehr hinterher kommt, werden sie im Gewebe sozusagen zwischengelagert, bis Umbau und/oder Ausscheidung möglich sind. Kommen immer mehr von solchen Stoffen nach, hat der Körper jedoch gar keine Chance das „Zwischenlager“ abzubauen. Folgen sind Gewebeverschlackung und der Stoffaustausch, der überall in unserem Organismus stattfindet, ist stark behindert und eingeschränkt. All das kann zum Beispiel zu Beeinträchtigungen und Schmerzen und im Bereich des Bewegungsapparates bis zum Bandscheibenvorfall führen.

 

Zurück zur heilsamen Berührung von Massagen. Sie haben nicht nur Wirkungen auf die Blutzirkulation und den Lymphfluss, sondern wirken ebenso positiv auf Organe und die Psyche. Warum ist das so? Letztendlich ist alles in unserem Körper miteinander verknüpft und verbunden. Alles hängt und spielt zusammen, ähnlich einem gut geölten Uhrwerk.

So hat der Rücken oder genauer gesagt die verschiedenen Wirbelsäulenabschnitte Verbindung zu Körperteilen und inneren Organen.

 

Also wirken Massagen immer ganzheitlich d.h. sie haben Wirkungen auf den Körper, die Seele und den Geist eines Menschen.

 

Warum wusste man das schon im Altertum? Oder sollte man besser fragen, warum wir moderne Menschen das eigentlich vergessen haben oder dazu neigen es außer acht zu lassen?

Moderne bildgebende Verfahren und Untersuchungsmethoden, synthetisch hergestellte Arzneimittel lassen uns das Spüren, Fühlen und Erfahren vergessen und drängen einfache, aber altbewährte Heilverfahren ins Abseits. Die heutige Medizin hat durchaus ihren Nutzen und ihre Berechtigung. Es wäre nur schön, wenn die einfachen, altbewährten Methoden gleichberechtigt an ihrer Seite stünden und zwar zum Wohle der Kranken.

 

Aufgrund der Anforderungen von Beruf, Familie und anderen vielfältigen Aufgaben, kommt es oft zu Beeinträchtigungen in Form von Anspannung und Verspannungen.

Eine Möglichkeit zur Linderung solcher Beschwerden beizutragen, ist die Massage. Es gibt eine Vielzahl verschiedenster Massagen.

Schröpfmassage, Honigmassage, Breussmassage, die klassische Rückenmassage, um nur einige zu nennen.

Es braucht nicht viel um Wohlbefinden zu fördern. Rückbesinnung auf ursprüngliches kann schon viel bewirken.

 

Einige Massagearten näher erläutert:

 

Breuss-Massage

Die Massage wurde entwickelt von Rudolf Breuss, einem österreichischen Heilpraktiker (1899-1990).

Eine sanfte Methode um Verspannungen körperlicher und seelischer Natur zu lösen. Die Bandscheiben profitieren besonders von dieser Massageart.

Die Bandscheiben liegen wie Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln und erhöhen u.a. die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Gesunde Bandscheiben sind wichtig. Durch die Belastungen unserer Wirbelsäule können Bandscheiben angegriffen sein.

Bei der Breussmassage wird die Wirbelsäule mit festgelegten Massagegriffen gedehnt und die angegriffenen Bandscheiben können sich so regenerieren. Das Johanniskrautöl, das dafür reichlich benutzt wird, dringt tief ins Gewebe, wirkt beruhigend und unterstützt die Regeneration.

Die Breussmassage wird als äußerst wohltuend und tiefenentspannend empfunden.

 

Honigmassage

Diese Bindegewebsmassage ist ein ganzheitliches Naturverfahren. Sie sorgt für die Entschlackung und Entgiftung des Körpers.

Honig als reines Naturprodukt mit Heilwirkung, enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe wie z.B. Mineralien, Vitamine oder Acetylcholin, ein Gewebshormon, das positive Wirkungen auf Herz, Darm und Niere hat.

Der Honig gelangt durch spezielle Massagegriffe über die Haut ins Gewebe und kann dort festgesetzte Gift-und Schlackenstoffe binden und an die Hautoberfläche befördern. Eine Honigmassage dient somit zum Entgiften und Entschlacken und kann auch zur Unterstützung beim Fasten angewandt werden.

Über die Meridiane (Energiebahnen) und Reflexzonen des Körpers werden, die zu ihnen gehörenden Organe, ebenfalls positiv beeinflusst.

Anwendbar ist die Honigmassage z.B. bei Verspannungen, Rückenschmerzen, Erkrankungen der Gelenke, Immunschwäche, Nervosität, Schlafstörungen, Erschöpfung, Energiemangel.

Da die Energieverteilung im Körper reguliert und so das gesunde Gleichgewicht hergestellt wird, eignet sich die Massage auch hervorragend zur Vorbeugung.

Anwendbar ist sie am Rücken und an Gelenken.

 

Schröpfmassage

Die Schröpfmassage hat sich aus der seit über 5000 Jahre alten Aus- und Ableitungsmethode des Schröpfens entwickelt. Bei der Schröpfmassage vereinen sich mehrere Therapiemethoden. Die Reflexzonentherapie, die Lymphdrainagetherapie, die Meridianlehre und die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wirken zusammen.

Bei der Schröpfmassage wird zuerst der zu behandelnde Körperteil eingeölt ( z.B. mit Johanniskraut) und sanft vormassiert. Dies bereitet das Gewebe auf das Schröpfen vor. Ein spezielles Schröpfglas wird nun auf die Haut gesetzt und mit einem Saugball ein Unterdruck erzeugt. Ähnlich einer Bindegewebsmassage wird nun die angesaugte Hautwelle sanft weiterbewegt. Durch diesen sehr tief gehenden Sog werden die Durchblutung und der Lymphfluss stark angeregt. Stoffwechselschlacken werden abtransportiert, Verbackungen des Gewebes werden langsam weich und Verklebungen von Faszien (erzeugen Bindegewebsschmerzen) werden gelöst. Gleichzeitig wirkt die Schröpfmassage auf die inneren Organe.

 

„Klassische“ Rückenmassage

Aufgrund der Anforderungen von Beruf, Familie und anderen vielfältigen Aufgaben, kommt es oft zu Beeinträchtigungen in Form von Anspannung und Verspannungen.

Eine Möglichkeit zur Linderung solcher Beschwerden beizutragen, ist die Rückenmassage. Es kommt zu verschiedenen Wirkungen im Körper, der Lymphfluss wird angeregt, die Durchblutung gefördert, die Muskulatur gelockert. Die Massage hat eine reinigende Wirkung und nimmt positiven Einfluss auf die Psyche.

Unterstützend kann die Massage eingesetzt werden bei Verspannungen, Verhärtungen, Stressbewältigung, Kopfschmerzen, Energieblockaden und schmerzhafter, muskulärer Bewegungseinschränkung.

 

Und warum sich nicht auch mal selbst verwöhnen mit einer Hand- , Fuß- oder Gesichtsmassage nach einem anstrengenden Tag oder sogar als kurze Pause zum Durchatmen währenddessen.

 

Massagen: Berührungen im Außen mit weitreichenden Wirkungen auf das Innere. Wohltuend für Körper, Geist und Seele.

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